Artikel

Sondersetting (Achtung: Satire)

(Eben nicht) erschienen im grünen blatt vom März 2014. Daher hier exclusiv:

Tag 1. Langweile mich bereits. Nachdem ich von Regierungsrat Graf persönlich begrüsst wurde, der mir auch gleich Kafi-Gipfeli servierte und mir die Schuhe zuband, hatte ich nichts zu tun. Der Butler hat mein Bett bereits gemacht, bald kommt der Psychoheini. Ich denke, ich werde Reue zeigen.

Tag 2. Heute Kampfsporttraining. Leider nur Judo. Mein Sparringpartner, ein Bübchen namens Kutter, hat gesagt, man müsse beim Judo die Kräfte des Gegners ausnutzen. Aber da war nichts auszunutzen. Hab ihn daher ganz normal verprügelt.

Tag 3. Heute Hungerstreik. Nachdem die mir schon wieder nur einen 5-Gänger serviert haben, ist der Zapfen ab. Das lasse ich mir nicht bieten. Rückzug auf Wasser und Zopf für mindestens 2 Stunden. Nachher schauen wir weiter.

Tag 4. Heute Laufbahnberatung. Ich solle die Schule nachholen. Habe eingewendet, dass der Privatlehrer a) nicht vollbusig sei und b) Jositsch heisst. Irgend so ein Ausländer. Unakzeptabel. Namhafte Rechtsprofessoren sagen ja, ich solle renitent sein.

Tag 5. Frage mich, warum mein Sondersetting so teuer sein soll. Der Butler wurde bereits durch einen gewissen Mario Fehr ersetzt. Komischer Typ. Kann nicht mal Schuhe binden. Zahlen die dem auch noch Lohn?

Tag 6. Heute hiess es, das Setting sei morgen zu Ende. Ich sei resozialisiert. Hab sofort meinen Antrag zur Aufnahme in die SVP ausgefüllt. Freue mich auf neue Gspändli.

 

Facebook Twitter Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.