SP-Co-Fraktionspräsidentin Maria Sorgo verlas die Erklärung in der Parlamentssitzung von letztem Montag. Neben den besten Wünschen für die Betroffenen und dem Dank an die Einsatzkräfte betonen die Fraktionspräsidien die Wichtigkeit einer sorgfältigen Aufarbeitung der Vorgeschichte durch die Behörden. «Diese ist zentral, um Unsicherheiten zu reduzieren», hielt Sorgo im Namen der Fraktionspräsidien fest. Das Parlament werde sich dafür einsetzen, dass «wir in Winterthur auch weiterhin friedlich zusammenleben können.»
Auf Nachfrage betont Maria Sorgo, dass sie das Zeichen des Parlamentes insbesondere auch im Vergleich zur Debatte im Kantonsrat (siehe dazu den Bericht von Koni Loepfe auf Seite 4) wichtig finde. Generell hält Sorgo fest, dass sie persönlich auch nichts von vorschnellen Schuldzuweisungen halte und sie sich eine andere Kommunikation «durch gewisse Exponentinnen» gewünscht hätte. Ihrer Meinung nach sind die Kontakte des Täters ins islamistische Umfeld sehr schnell in den Vordergrund gestellt worden, obwohl unklar sei, ob und wie dieses Umfeld aktuell aktiv sei. «In einem solchen Moment ist es jedoch besonders wichtig, der Bevölkerung durch eine sachliche Kommunikation unter Einbezug aller Fakten Sicherheit zu vermitteln und damit auch die Ausgrenzung einzelner Bevölkerungsgruppen zu verhindern.»
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