Als Sie, Frau Mauch, zur Stadtpräsidentin gewählt wurden, stellten nicht wenige Zürcherinnen und noch viel mehr Zürcher erstaunt fest, dass plötzlich das Gegenteil Ihres Vorgängers Elmar Ledergerber am Redner:innenpult stand. Wenn Sie sich zurückerinnern: Wie schwierig war es, sich einerseits einzuleben und andererseits gegen aussen auch tatsächlich wahrgenommen zu werden als diejenige, die nun das Sagen hat?
Corine Mauch: Es war allen klar, dass nun nicht mehr ein Mann Stadtpräsident sein wird, der gerne im Rampenlicht steht. Auch wenn nicht ich die Wahl gewonnen hätte, sondern Kathrin Martelli von der FDP, hätte ja neu eine Frau das Sagen gehabt. Es war aber noch aus einem weiteren Grund eine total andere Situation.
Aus welchem?
C.M.: Elmar Ledergerber trat relativ überraschend ein Jahr vor Legislaturende zurück. Ich wurde direkt aus dem Gemeinderat zur Stadtpräsidentin und damit zur prima inter pares eines gestandenen Gremiums gewählt, das wohl nicht auf mich gewartet hatte.
Sie stiessen auf Widerstand?
C.M.: Nein, so war das nicht gemeint. Alle waren offen, nett und unterstützten mich. Aber kaum war ich im Amt, begann auch schon der Wahlkampf für die Gesamterneuerungswahlen 2010. Auch war ich nicht nur die erste Stadtpräsidentin, sondern auch das erste offen queere Mitglied der Exekutive.
Ein bisschen viel aufs Mal?
C.M.: Ich wusste, dass es anspruchsvoll werden würde. Aber ich habe mir das Amt zugetraut, ich hatte ja eine grosse Herausforderung gesucht. Ich freute mich und kniete mich rein. Aber etwas habe ich unterschätzt.
Was?
C.M.: Den medialen Teil meines Amtes: Anders als mein Vorgänger habe ich nicht die Aufmerksamkeit der Medien gesucht. Ich musste mich erst daran gewöhnen. Aber ich liess mich nicht unterkriegen. Ich lerne schnell, und ich weiss, für was ich stehe und wie wichtig Standfestigkeit ist, gerade auch in schwierigen Situationen. Dazu will ich Frauen immer wieder ermuntern: zum Hinstehen, sich einbringen und sich auch schwierige Herausforderungen zuzutrauen und anzupacken. Diesbezüglich ist interessant, dass ich heute manchmal fast das Gegenteil erlebe. So kam an einer Veranstaltung ein junger Securitas-Angestellter auf mich zu. Er erzählte mir, er sei 22 Jahre alt, und seit er denken könne, sei ich Stadtpräsidentin. Er könne sich gar nichts anderes vorstellen.
Die Stadtpräsidentin ist in den Augen der Öffentlichkeit für alles zuständig, also auch an allem schuld. Wie haben Sie das erlebt?
C.M.: Dieses Narrativ wird vor allem vom politischen Gegner bewirtschaftet. Das wird in der Bevölkerung schon oft so wahrgenommen, das sehe ich auch in Zuschriften oder Anfragen. Das gehört zur Funktion: Die Stadtpräsidentin ist das Gesicht nach aussen, sie repräsentiert die Stadt. Das ist nicht zu unterschätzen: Wer die Stadt mit ihrer Funktion repräsentiert, muss sich auch fragen, was genau sie repräsentieren will. Mir war es wichtig, dem Klischee der «arroganten Zürcher:innen» keine Nahrung zu geben, sondern meinen Gesprächspartner:innen auf Augenhöhe zu begegnen. Gerade Repräsentant:innen kleiner Gemeinden wussten das zu schätzen.
Warum war Ihnen das wichtig?
C.M.: Es ist ein Geben und Nehmen, egal wie gross oder klein man ist: Die Stadt Zürich kommt nicht ohne die anderen Gemeinden zurecht und umgekehrt. Ich will, dass zu den Stadtzürcher Stärken gehört offen, respektvoll und Team-orientiert aufzutreten. Zürich ist vielfältig, bunt, kreativ, dynamisch, solidarisch. Und nicht zu vergessen: Für die queere Community war es unglaublich wichtig, dass eine offen queere Persönlichkeit die Stadt repräsentiert.
André Odermatt: Das habe ich bei meinem Amtsantritt als Stadtrat auch so erlebt: Nur schon, wenn die Mitarbeiter:innen sehen, dass Schwule und Lesben in einem solchen Amt ganz selbstverständlich wirken, ist das für eine offene Stadt nicht zu unterschätzen. Unterdessen ist das anders, queere Exekutivmitglieder gehören heute zum politischen Leben, und das ist gut so.
C.M.: Es geht darum, Vertrauen zu schaffen, gegen innen wie gegen aussen, vor allem auch gegenüber der Bevölkerung. Das war mir schon bei meiner Wahl zur Stadtpräsidentin bewusst, und das braucht nun mal Zeit. Das habe ich immer wieder betont, auch gegenüber den Medien.
Und was ist mit der Wirkung gegen aussen?
C.M.: Als ich als Stadtpräsidentin anfing, habe ich unterschätzt, wie unglaublich wichtig neben der inhaltlichen Arbeit Kommunikation ist, also die Fähigkeit, gut zu kommunizieren. Denn wenn nur B ankommt, ist es egal, ob ich A oder B sage.
A.O.: Es kommt schon beides an, einfach selektiv oder so, wie es die politische Agenda vorsieht. Mein erster schwieriger Fall diesbezüglich war das städtische Fussballstadion kombiniert mit einer Genossenschaftssiedlung, das unsere bürgerlichen Gspänli eingefädelt hatten und das eine gute Lösung gewesen wäre. Doch plötzlich rückten einige Medien die Kosten in den Mittelpunkt und vor allem die Erzählung, dass der Fussball sein Stadion bitte selber finanzieren solle. So wirds schwierig.
Sie, Herr Odermatt, sind als Hochbauvorsteher quasi von Amtes wegen stets jemandem auf den Schlips getreten, meist entweder den Bau-Turbos oder jenen, die am liebsten nur städtische Wohnungen hätten: Wie anstrengend war dieser Spagat?
A.O.: Diesen Spagat musste nicht nur ich als Hochbauvorsteher aushalten, er ist vielmehr die Regel im Spannungsfeld der politischen Lager und ihrer Interessen. Zum Bauen gehören Nutzungskonflikte und damit auch Interessenskonflikte einfach dazu. Für die einen geht alles viel zu langsam, während andere sich überrollt fühlen, sobald irgendetwas verändert oder neu gemacht werden soll. Mir war jedoch von Anfang an sehr bewusst, dass dieser Spagat auf mich zukommt. Zudem lassen sich alle Aufgaben unterschiedlich interpretieren. Der Spagat kann herausfordernd sein, das stimmt, aber er ist nie lästige Pflicht.
Infwiefern?
A.O.: Für mich gehört es zur politischen Tätigkeit, zu den Leuten zu gehen und sich damit auseinanderzusetzen, dass es unterschiedliche Meinungen gibt. Normalerweise haben alle Beteiligten gute Gründe für ihre Ansicht oder ihr Empfinden, dass zu schnell, zu langsam, zu hoch, am falschen Ort etc. gebaut wird. Deshalb war für mich von Anfang an klar, dass die Planung zur Bevölkerung muss, nicht umgekehrt. Es gab eine «Diagonal»-Veranstaltung in Zürich-West, die jedoch nicht mehr gut besucht war. Wir erweckten das Format zu neuem Leben und gingen damit in weitere Entwicklungsgebiete. Heute gibt es fünf solcher «Diagonal»-Anlässe. Sie richten sich in erster Linie an die Menschen aus der Nachbarschaft und dem Quartier, in dem grössere Bauvorhaben geplant sind, stehen aber allen offen. Die Zürcher:innen wissen sie offenkundig zu schätzen, die Veranstaltungen sind immer sehr gut besucht. Es werden viele Fragen gestellt, spannende Diskussionen entwickeln sich und es ergeben sich wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung eines Quartiers.
Und nach den Diskussionen heisst es jeweils trotzdem, es werde über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden.
A.O.: Man kann es nicht allen recht machen, weder in der Politik noch sonstwo: Wenn sich niemand aufregt, dann hat man entweder gar nichts oder etwas falsch gemacht. Ob bei der BZO oder beim kommunalen Richtplan, wo es intensive Auseinandersetzungen gab, aber auch viel Zuspruch: Am Ende geht es um Mehrheiten. Das ist der Kern der Politik.
C.M.: Dazu gehört auch, eine Haltung zu haben: Für was wurde ich gewählt, für was stehe ich? Andrés klares Credo war stets, Verdichtung ja, aber qualitätsvoll.
Sie stellten immer wieder klar, es gelte, Zürich sorgfältig weiterzuentwickeln – nur um im Parlament ausgerechnet von Rot-Grün immer wieder um die Ohren geschlagen zu bekommen, sie gäben nach, sobald ein Investor mit grossem Portemonnaie in Sichtweite sei. Wie haben Sie das ausgehalten?
A.O.: Diese Behauptung ist falsch, auch wenn sie nachgeplappert wird. Widerstand aus den eigenen Reihen kann einem Exekutivpolitiker immer passieren. Es braucht die Bereitschaft, Konflikte auszuhalten und trotzdem gesprächsfähig zu bleiben. Sonst hat man in der Exekutive nichts verloren. Klar ist aber auch: Die Rolle als Exekutivmitglied verschwindet nicht einfach, wenn man mit den eigenen Leuten diskutiert. Ob eine Idee aus der eigenen Fraktion kommt oder aus einer anderen: Ich muss klarmachen, wenn sie aus Sicht der Exekutive so nicht umsetzbar ist. Es geht darum, die rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen und ergebnisorientiert zu wirken, nicht für die Galerie.
Zum Beispiel?
Nehmen Sie das Projekt Mythenquai der Zurich Versicherung. Als wir damals mit der Zurich ins Gespräch traten, gab es noch kein Mehrwertausgleichsgesetz. Trotzdem konnten wir im Gestaltungsplanverfahren eine substanzielle Mehrwertabgabe aushandeln. Die Stadt hat ihre rechtlichen Möglichkeiten konsequent genutzt und das Maximum herausgeholt, zum Beispiel auch an der Zollstrasse und auf dem Koch-Areal. Das ist nicht dasselbe, wie auf 100 Prozent Gemeinnützigkeit zu bestehen. Natürlich kann man immer mehr fordern, auch wenn es nicht realistisch ist. Aber herausholen, was geht, das gehört für mich zur Politik.
Diese Haltung kam im Parlament nicht bei allen gut an.
A.O.: Das habe ich nie persönlich genommen. Es ist ja kein Beliebtheitswettbewerb, und es geht weder darum, im eigenen Reich zu herrschen, noch den Gegner:innen zu hofieren. Bevor ich Stadtrat wurde, sass ich 15 Jahre im Gemeinderat. Deshalb weiss ich genau: Parlament und Exekutive haben unterschiedliche Rollen. Im Parlament werden unter anderem Forderungen aus der Gesellschaft eingebracht, und es wird ausgelotet, welche Anliegen allenfalls mehrheitsfähig sind und welche eher nicht. Klar ist aber, dass nichts drinliegt, was ungesetzlich ist.
C.M.: Ungesetzlich ist das eine, aber auch hier geht es für mich wieder um Haltung: Wir sind Stadträt:innen bzw. Stadtpräsidentin für alle. Wir haben mit vielen Menschen zu tun, mit komplizierten Geschäften, wir erleben Zielkonflikte und Widersprüche. Die Parlamentsarbeit oder die Interessensvertretung sind etwas völlig anderes. In der Exekutive muss man alles sehen, alles in die Betrachtung ziehen, eine Abwägung unterschiedlicher Interessen vornehmen. Das ist der Kern unserer Arbeit.
A propos ungesetzlich: In den letzten Jahren kam es immer mal wieder vor, dass im Parlament verabschiedete und teils bereits von den Stimmberechtigten gutgeheissene Vorlagen vor Gericht landeten.
A.O.: Klar ist es ab und zu richtig, eine juristische Klärung zu erreichen, vor allem, wenn es um etwas Grundlegendes geht. Ich finde es aber keine gute Entwicklung, wenn sich Politik zunehmend in den Gerichtssaal verlagert. Um gemeinsam Lösungen zu finden, gibt es das Parlament.
C.M.: Es ist auch eine Frage der Kompetenzen: Wenn der Stadt gerichtlich das Einführen von Tempo-30-Strecken verboten wird, nimmt man der Exekutive auch eine ihrer Kompetenzen weg. Das passiert leider zunehmend aus ideologischen und machtpolitischen Motiven.
A.O.: Genau deswegen ist es besser, dass auf der politischen Bühne bleibt, was dorthin gehört.
C.M.: Es ist ein genereller Trend in Richtung Desinformation und Propaganda bemerkbar, der das Vertrauen in die Politik beschädigt.
Inwiefern?
C.M.: In Befragungen hat die Zürcher Bevölkerung immer wieder bestätigt, dass sie den Behörden vertraut. Diese Rückmeldung bekommen wir regelmässig auch von jenen Menschen, die inhaltlich nicht immer mit unserer Politik einverstanden sind. Aber sie vertrauen darauf, dass wir Lösungen umsetzen, die der Stadt und der Bevölkerung dienen.
Ob Ärger wegen des Kunsthauses oder mit den Hochhausgegner:innen: Wie haben Sie beide es geschafft, auch bei starkem Gegenwind sicher im Velosattel zu bleiben?
A.O.: Mir war es immer wichtig, die Momente mit Rückenwind nicht auszublenden. Ich konnte einige schöne Erfolge verbuchen, zum Beispiel hat die Bevölkerung den kommunalen Richtplan deutlich angenommen. Auch die Schulraumoffensive ist gelungen, wobei hier wie überall die Teamarbeit im Vordergrund stand. Bei diesen zwei Beispielen handelt es sich zudem um Resultate von einst selbst aufgegleisten Vorhaben: Etwas selber ‹anteiggen› und auch abschliessen zu können, ist besonders schön. Dann gibt es auch Rückenwind, den die Öffentlichkeit kaum wahrnimmt: Schon lange reden alle von der Digitalisierung. In Zürich aber kann ich nun ein Baugesuch komplett mit allem Drum und Dran digital einreichen. Und bei ‹meinen› Volksabstimmungen habe ich nur zwei, drei Mal in sechzehn Jahren den Kürzeren gezogen, im grossen Ganzen also viel mehr Rücken- als Gegenwind gehabt.
C.M.: Auch für mich gab es viel Rückenwind, aber auch grosse Herausforderungen, insbesondere die Corona-Pandemie. Ich mag grosse Herausforderungen, packe dann gerne an und der Stadtrat als Team hat da ausgezeichnet zusammengearbeitet. Trotzdem hat André Recht: Zu sehen und zu schätzen wissen, was gut läuft, ist manchmal gar nicht so einfach, aber umso wichtiger. Dies nicht zuletzt für die Stadtpräsidentin mit ihren Repräsentationsaufgaben, denn sie oder er führt auch ein Departement. Ich habe in dieser Funktion tatsächlich viele schöne Aufgaben, zum Beispiel Preise verleihen oder die Bürgerrechtsfeiern. Auch der Motivationsbrief, den ich jenen Menschen schrieb, die alle Voraussetzungen erfüllen, um sich einbürgern zu lassen, zählt zum Rückenwind: Ich bin der Meinung, dass es nicht gut ist für eine Gemeinschaft, wenn rund ein Drittel der Mitglieder dieser Gemeinschaft nicht mitreden und nicht mitbestimmen kann. Aber für das Ausländer:innenstimmrecht scheint es leider noch zu früh zu sein. Umso mehr freute ich mich, als mir ein Mann erzählte, er lebe seit 30 Jahren hier und habe nie daran gedacht, sich einbürgern zu lassen. Aber mein Brief, in dem ich schrieb, dass es für die Demokratie wichtig sei, dass auch er mitbestimme, habe ihn inspiriert und er habe dann das Einbürgerungsgesuch gestellt.
A.O.: Zu den schönen Momenten gehört auch die Freude an gelungenen Bauprojekten, wie etwa am Umbau des historischen Brunnenhofs für die Musikschule, samt Erhalt der Bausubstanz, insbesondere des tollen Saals: Hier wurde ein Gebäude mehr als nur aus dem Dornröschenschlaf erweckt.
Sie haben offensichtlich beide trotz allem stets Spass gehabt an Ihrer Arbeit als Stadtpräsidentin beziehungsweise als Hochbauvorsteher.
C.M.: In diesen 16, 17 Jahren ist wahnsinnig viel gelaufen, 2012 etwa durfte ich zusammen mit Ruth Genner den Sechseläutenplatz eröffnen, von dem heute kaum mehr jemand weiss, dass sich dort einst, an bester Lage!, ein Parkplatz befand.
Wahnsinnig viele Diskussionen gab es auch, über kontroverse Themen von Hochhäusern bis Überlandpark.
A.O.: Ja, Zürich ist stark gewachsen in dieser Zeit, und trotzdem sind wir immer noch hier daheim, unsere Identität ist noch da, und unsere Quartiere sind noch unsere Quartiere. Dazu kommen Wohnsiedlungen aus jüngerer Zeit, die sich gut einfügen und die aufzeigen, wie sich die Bevölkerung heutzutage die Stadt aneignet.
C.M.: Auch wenn die Stadt weiter wächst, sind Wachstum, Qualität und Nachhaltigkeit keine Gegensätze. Wir, die Städte, bringen Lösungen auch für grosse Herausforderungen.
A.O.: Wir haben beispielsweise nicht nur tolle Papiere für Netto-Null, wir setzen sie auch um.
C.M.: Dasselbe gilt für die Kultur, ja eigentlich für alles: Wir reden nicht nur davon, wir handeln. Und geben zum Beispiel Benin-Werke aus dem Museum Rietberg tatsächlich an Nigeria zurück.
Ein kurzer Ausblick zum Schluss: Was packen Sie als nächstes an?
A.O.: Ich freue mich auf die neue Freiheit in meiner Agenda, und konkret freue ich mich als erstes darauf, mit meinem Mann einen Monat lang per Velo Frankreich zu erkunden. Ich möchte mich nicht sofort in etwas Neues hineinstürzen, sondern erst etwas Abstand gewinnen und es auch aushalten, wenn mal nichts ist. Politisch bleibe ich weiterhin als Parteimitglied aktiv.
C.M.: Ich habe keine Pläne, ich will jetzt grad keine! Ich geniesse das Privileg, einmal zwei, drei Monate ohne Plan zu leben. Ich will mir nichts vorstellen. Meine Agenda ist bis zum 27. Mai gefüllt, dann schaue ich, wo ich gelandet bin, wie es sich anfühlt, was ich will. Vor allem auch, was ich nicht will: Ich möchte keine Verpflichtungen eingehen, von denen ich mich später frage, wie ich die nur eingehen konnte. Politisch möchte ich aktiv bleiben, ich weiss aber noch nicht genau, wie.
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